Angina pectoris

Angina pectoris

(c) Wikipedia / J. Heuser

Angina pectoris ist eine oft sehr schleichende Krankheit. Vom lateinischen -> angina – Enge; pectus – Brust -> Brustenge

Angina pectoris – Definition

(Brustenge) bezeichnet man sehr häuffig einen anfallartig auftretenden Schmerz in der Herzgegend. Dieser wird durch eine Ischämie des Herzens ausgelöst. Die Krankheit ist eines der Kardinalsymptome der kornaren Herzkrankheiten.

Ursachsen

In den meisten Fällen liegt eine Durchblutungsstörung vor. Eine Verengung eines Koronargefäes. So etwas entsteht häufig auf dem Boden einer Arteriosklerose. Aber auch sogenannte Spasmen der koronaren Blutgefäße können sich als Prinzmetal-Angina einstellen.

Einteilung

Die Einteilung kann man in klinische Schweregrade einteilen. Diese sind nach der Canadian-Cardiovascular Society und deren Klassifikation entickelt worden:

Stadium Symptome
0 Kaum bis keine Beschwerden – evtl. Stumme Ischämie
I Angina pectoris tritt bei schwerer körperlicher Belastung auf
II Leichte Beeinträchtigung durch Angina pectoris bei normaler körperlicher Belastung
III Stärkere Beeinträchtigung durch Angina pectoris bei normaler körperlicher Belastung
IV Angina pectoris tritt bereits bei geringer körperlicher Belastung oder bei keiner Belastung auf.

Symptome

Sie Symptome sind meist sehr unterschiedlich. Die meisten jedoch klagen weniger üb einen stechenden Schmerz, sie klagen vielmehr über ein retrosternal lokalisiertes Unwohlsein, das sich wie folgt äußert:

Die Beschweren können sowohl Rücken, Nacken, Schultern und sogar in der Kieferregion ausstrahlen.

Meistens wird die Krankheit durch eine körperliche Anstrengung, durche eine art Kälteexposition oder einem emotionalen Stress gesatrtet. Auch fettige große Mahlzeiten können ein Auslöser sein. Der Schmerz hält dann etwa ein bis fünf Minuten an und würde sich durch eine Verabreichung von Nitroglycerin lindern. Ein sekundenweise auftretender, kurzer Brustschmerz ist aber in der Regel kein Angina pectoris.

Beim Herzinfarkt kommt es oft zu einer sehr starken und länger anhaltenden Angina pectoris, diese sind oft verbindungen mit Ausstrahlungen in den linken Arm.

Formen

Unterteilen kann man die Angina pectoris in folgende Aspekte:

Nach dem Auftreten

  • Belastungsangina
  • Nächtliche Angina
  • Angina wenn man liegt
  • Präinfarktangina

Die Prinzmetal-Angina, also eine vasospastische Variante der Angina pectoris tritt in der Regel ohne äußere Provokation mit dem ST-Hebungen im EKG auf. Die EKG-Veränderungen sind jedoch reversible, die körperliche Leistungsfähigkeit ist weiterhin gut.

Nach dem Verlauf

  • Eine stablie Angina pectoris
  • Eine instabile Angina pectoris

Es gibt auch den Begriff „stummen Angina pectoris“. Das ist irreführend, denn als typisches Merkmal dieser Krankheit ist gerade der Schmerz.

Diagnose

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Krankheit ausfindig zu machen:

Nicht-Invasiv

  • Ruhe-EKG
  • Langzeit-EKG
  • Belastungs-EKG
  • Stessechokardiografie
  • PET
  • Kardio-CT
  • Kardio-MRT
  • Stress-MRT

Invasiv

  • Koronarangiografie
  • Intravaskulärer Ultraschall
  • Koronarenangioskopie
  • Intrakoronare Dopplerflussmessung

Behandlung

Folgende Behandlungsmöglichkeiten gibt es:

Konservativ

  • Ruhe bewaren
  • Meidung von starker und körperlicher sowie seelischer Belastung
  • Sauerstoffgabe
  • Medikamente (Nitro, Langzeitnitrate, Beta-Blocker, Beruhigungsmittel, Acetylsalicylsäure)

Interventionell

  • Koronarangioplastie, also das Aufdehnen eines Kranzgefäßes

Chirurgisch

  • Eine Bypassoperation

Angina pectoris – Möglichkeiten?

Gehen Sie unbedingt zum Arzt wenn Sie eine Vermutung oder Zweifel haben bei Angina pectoris.